Handwerk hat goldenen Boden: So polstert man einen Sessel auf

Kunst, Handwerk und Technik liegen nahe beieinander. Im Griechischen umfasst das Wort “τέχνη” (téchne) tatsächlich sowohl Kunst als auch Handwerk. So ganz trennscharf lässt sich bis heute zwischen beiden keine Grenze ziehen. Lediglich die Kochkunst, die fällt raus – zumindest wenn es nach Sokrates geht.

Ob bildender Künstler oder Meister – beide müssen tagtäglich Fingerfertigkeit und Kreativität beweisen. Das gilt für den Musiker wie die Friseurin gleichermaßen. Eine spannende Serie des Südwestrundfunks, “Handwerk!”, nimmt die kreative, aber auch anstrengende Arbeit von handwerklich tätigen Künstler*innen des Alltags in den Fokus. Dabei bekommen wir auch solche Berufe zu Gesicht, die fast schon ausgestorben schienen. Einer davon liegt in einem Teilbereich der Raumausstattung: die Polsterei. Anne Karweg zeigt in dieser Ausgabe, wie man einen in die Jahre gekommenen Cocktailsessel aufpolstert, so dass er wieder wie neu aussieht und sich auch so anfühlt.

Dabei verzichtet sie auf einen industriell gefertigten Federkorb und legt selbst Hand an: Mit viel Liebe zum Detail schnürt sie ihren eigenen Korb aus verkupfertem Stahldraht und Juteseil. Erst dann kommen Polsterschichten und schließlich der elegante Polsterstoff auf das Vintage-Möbel.

© Film: Südwestrundfunk

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