Bestickte Selbstporträts von Juana Gómez

In den Adern eines Blattes, im Verlauf eines Flusses und entlang unserer Nervenbahnen wirken sie unscheinbar und sind doch vorhanden: Naturgesetze. Für Juana Gómez bilden sie nicht nur den sprichwörtlichen roten Faden, sondern werden tatsächlich durch Garn hervorgehoben.

Die Künstlerin arbeitet für ihre aktuelle Serie “Constructal” zunächst mit Digitalkamera und dem eigenen Körper, um das gemachte Bild anschließend auf Baumwolltuch zu drucken. Mit bunten Fäden stickt Juana auf ihren Körper, was sonst gut geschützt unter der Haut liegt. Dadurch tritt das zarte Selbstbildnis mit Haut, Haar und Tattoos für Knochen, Adern und Nervenbahnen in den Hintergrund.

So fordert uns die Künstlerin auf, Regel- und Gesetzmäßigkeiten in der Natur aufzuspüren und zu entziffern. Ihre fotografischen Stickereien schlagen eine Brücke zwischen Innen und Außen, Körper und Geist, Mensch und Natur.

© Bild: Juana Gómez

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